• Biodiversitätsmonitoring Schweiz

Feldaufnahme Artenvielfalt in Lebensräumen

Die Untersuchungen zur Biodiversität eines Lebensraums finden auf einer kleinen Fläche statt. Die Methode verlangt eine sehr sorgfältige, exakte Arbeitsweise. Bereits im Feld werden die Pflanzenarten mit Hilfe einer Smartphone-App erfasst. Moose, Schnecken und Gewässerinsekten werden konserviert und zur Bestimmung an Spezialisten weitergegeben.


Gefässpflanzen, Moose und Mollusken

Für die Erhebung von Pflanzen, Moosen und Mollusken in einem Lebensraum suchen Feldbiologinnen und -biologen die Stichprobenflächen von zehn Quadratmetern mittels GPS- und Magnetsuchgerät. Ist der Magnet einmal lokalisiert, wird die Probefläche mittels einer 1,8 Meter langen Schur markiert.

Bereits im Feld werden die Pflanzenarten mit Hilfe einer Smartphone-App erfasst. So erübrigt sich das Übertragen vom Feldbuch in den Computer. Manchmal ist es aber auch nötig, Arten mitzunehmen und zu Hause nachzubestimmen. Moose und Schnecken werden zur Bestimmung an Spezialisten weitergegeben.

Die Bildstrecke begleitet eine BDM-Mitarbeiterin beim Besuch einer Probefläche.

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    Die BDM Feldbiologin lokalisiert die Stichprobenfläche mithilfe von GPS und Magnetsuchgerät. Im Boden ist ein Magnet vergraben, damit die Fläche alle 5 Jahre zentimetergenau wiedergefunden werden kann.
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    Der Mittelpunkt der Z9-Stichprobenfläche wird mit einem Holzpfosten markiert.
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    Innerhalb einer Kreisfläche von 10 Quadratmetern bestimmt die BDM-Mitarbeiterin alle Gefässpflanzen. Die am Mittelpfosten befestigte Schnur hilft, den vorgegebenen Radius einzuhalten.
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    Jede identifizierte Pflanzenart wird in einer BDM-eigenen Smartphone-App notiert.
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    Mit Hilfe einer Bussole bestimmt die Feldmitarbeiterin 8 Stellen am Rand der Stichprobenfläche für die Bodenproben.
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    Der normierte Probenstecher entnimmt auf einer quadratischen Fläche von 125 Quadratzentimeter den Oberboden und die Streu bis in 5 Zentimeter Tiefe.
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    Die Bodenproben werden in einen Sack verpackt, damit sie später im Labor auf Mollusken untersucht werden können.
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    Schliesslich wird die Stichprobenfläche noch nach Moosen abgesucht.
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    Die Moose werden aussortiert und zur nachträglichen Bestimmung im Labor verpackt.
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    Damit ist die Bearbeitung einer Z9-Stichprobenfläche im Feld abgeschlossen.


Gewässerinsekten

Die Bildstrecke zeigt, wie eine Probeentnahme für Gewässerinsekten im Feld abläuft. Das BDM erhebt an rund 600 Fliessgewässerabschnitten in der Schweiz die biologische Vielfalt unter Wasser. Die untersuchten Organismen sind Steinfliegen-, Köcherfliegen- und Eintagsfliegenlarven.

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    Eine von rund 600 BDM-Probestellen für Larven von Steinfliegen, Köcherfliegen und Eintagsfliegen an einem kleinen Schweizer Fliessgewässer.
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    Die BDM-Mitarbeiterin notiert Position, Länge und Breite des Gewässerabschnitts.
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    Als nächstes bestimmt sie die Fliessgeschwindigkeit des Bachs.
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    Die BDM-Mitarbeiterin stellt an einer gemäss Methode definierten Stelle ein Netz in den Bach und wühlt die Gewässersohle mit ihrem Stiefel auf. Die Insektenlarven werden ins Netz geschwemmt.
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    Von grossen Steinen sammelt sie die Tierchen von Hand.
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    An Land werden Steine und Beifang aussortiert und die kleinen, wirbellosen Tierchen sorgfältig eingesammelt.
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    Zum Schluss siebt die Mitarbeiterin das restliche Material und erwischt so noch die letzten Larven.
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    Die abgefüllten Proben für den Heimtransport.
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    Später sortieren und analysieren Spezialisten im Labor die Gewässerinsekten.


In bewegten Bildern

Die rund dreiminütige Filmsequenz zeigt Feldmitarbeitende bei der Erhebung der Artenvielfalt in Landschaften.

 

Methodenbeschriebe

BDM-Feldmitarbeitende finden hier die ausführlichen Methodenbeschriebe für die Feld- und Laborarbeit. Die Dokumente stehen auch für interessierte Fachleute zur Verfügung.

Feldaufnahme Landschaften

Feldmitarbeitende erfassen die Pflanzen, Tagfalter und Brutvögel auf einer Fläche von einem Quadratkilometer Grösse. In der Regel schreiten sie dabei eine genau vorgegebene Strecke entlang von Wegen und Strassen ab.