• Biodiversitätsmonitoring Schweiz

Feldaufnahme Artenvielfalt in Landschaften

Zur Erfassung der Biodiversität auf Landschaftsniveau schreiten die Feldmitarbeitenden des BDM in den Stichprobengebieten von einem Quadratkilometer Fläche einen auf der Karte definierten Weg (Transekt) ab und registrieren alle Arten, die sie dabei antreffen.


Im Falle der Pflanzen und Tagfalter misst der vorgeschriebene Transekt 2,5 Kilometer. Zur Erfassung der Vögel sind die Wegstrecken so gelegt, dass die wesentlichen Teile des Quadratkilometers erfasst werden können. Mit drei bis maximal fünf Kilometern sind die Wegstrecken deutlich länger als die Pflanzen- und Tagfalter-Transekte.

Mit einem einmaligen Besuch der Probefläche ist es meist nicht getan: Stichprobenflächen werden in der Regel zwei- bis dreimal pro Jahr begangen, um auch jahreszeitlich bedingte Unterschiede in der Artenzusammensetzung zu berücksichtigen. Für die Tagfaltererhebungen müssen die Flächen sogar bis zu sieben Mal besucht werden.


Schritt für Schritt

Diese Bildstrecke begleitet einen BDM-Mitarbeiter bei der Artenaufnahme auf einer Stichprobenfläche. Klicken Sie auf die Bilder für eine grösseren Ansicht.

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    Die Stichprobenfläche beträgt einen Quadratkilometer. Entlang eines genau vorgegebenen Wegs innerhalb dieser Fläche (Transekt) sucht der Feldbiologe an den Strassen- und Wegrändern nach Gefässpflanzenarten.
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    Der Transekt misst 2,5 Kilometer. Jede darauf gefundene Art wird in der BDM Smartphone-App erfasst.
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    Mitunter muss der Biologe genau hinschauen, um eine exakte Bestimmung vorzunehmen.
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    Auch Tagfalter werden entlang des Transekts bestimmt. Exemplare, die nicht im Flug erkannt werden, müssen mit einem Netz gefangen werden.
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    Das Plastikröhrchen erlaubt einen genauen Blick und schützt den Tagfalter vor Verletzungen. Der Feldmitarbeitende notiert die gefundene Art in seiner Smartphone-App.
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    Nach der Bestimmung werden die Tierchen wieder freigelassen.
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    Brutvögel werden möglichst auf der ganzen Stichprobenfläche erfasst. Die meist freiwilligen Mitarbeitenden der Schweizer Vogelwarte begehen dazu jede Fläche während eines Jahres dreimal (im Gebirge nur zweimal).


In bewegten Bildern

Die rund dreiminütige Filmsequenz zeigt Feldmitarbeitende bei der Erhebung der Artenvielfalt in Landschaften. 


Feldaufnahme Lebensräume

Feldmitarbeitende erheben die ausgewählten Artengruppen bloss auf einer kleinen Fläche – meistens 10 Quadratmeter an Land und 5 bis 100 Meter an Gewässern. Gefässpflanzen werden direkt vor Ort bestimmt. Für die Bestimmung von Moosen und Mollusken und auch für die Gewässerinsekten werden jedoch Proben genommen, die anschliessend im spezialisierten Labor untersucht werden.

Methodenbeschriebe

BDM-Feldmitarbeitende finden hier die ausführlichen Methodenbeschriebe für die Feld- und Laborarbeit. Die Dokumente stehen auch für interessierte Fachleute zur Verfügung.